|
Rückblick auf das Jahr 2009
Besuchsentwicklung in den Museen insgesamt:
2009: 224.000 (ohne Heidemuseum Wilsede) 2008: 244.900 2007:
259.280 2006: 235.000 2005: 233.000
Freilichtmuseum am Kiekeberg, Kunststätte Bossard,
Museumsbauernhof Wennerstorf, Mühlenmuseum Moisburg, das Feuerwehrmuseum Marxen
und die Ziegelei Rusch zählten im vergangenen Jahr insgesamt 224.000 Besuche.
Die Besuchszahlen konnten damit 2009 im Vergleich zum Vorjahr konstant gehalten
werden, wenn man berücksichtig, dass die Besuche des Heidmuseums Wilsede 2009
erstmalig nicht eingerechnet wurden.
Neu im Verbund der Museen ist die Ziegelei Rusch bei Drochtersen,
die ihren Produktionsbetrieb an vier Tagen für Besucher öffnete. 2.000 Besuche
schon im ersten Jahr zeigt das große Interesse der Besucher am traditionellen
Handwerk.
Wieder unternahmen viele Schulgruppen und Kindergärten Ausflüge in
die Museen, zumeist buchten sie einen Kurs. Für die Museen ist das ein wichtiges
Zeichen: Sie sind als Bildungseinrichtungen etabliert.
Mit 190.000 Besuchen blieb das Freilichtmuseum am Kiekeberg auf
dem Niveau des Vorjahres. Mit 10.800 Besuchen fällt der Museumsbauernhof
Wennerstorf hinter das Spitzenergebnis vom Vorjahr zurück (2008: 13.400). Eine
positive Tendenz ist beim Mühlenmuseum Moisburg mit 4.000 Besuchen zu
verzeichnen. Die Steigerung der Besuche um 17% ist vor allem auf die Ausweitung
des Programms und die neue Dauerausstellung zurückzuführen. Auch das
Feuerwehrmuseum Marxen konnte mit 2.740 Besuchen seine Besuchszahlen leicht
steigern (2008: 2.680). Veranstaltungen wie das Zweirad-Oldtimertreffen oder das
Kinderferienprogramm etablierten sich und lockten zahlreiche Besucher an. Die
Kunststätte Bossard ist seit 1997 der Öffentlichkeit als Museum zugänglich, seit
der Stiftungsgründung 1995 unterstützte das Freilichtmuseum am Kiekeberg die
Kunststätte im Bereich Museumsmanagement. Zum Jahreswechsel endet der Vertrag,
die Kunststätte Bossard erfüllt die Management-Aufgaben künftig selbst.
Stiftungstag am
Kiekeberg
„MitStiften – Farbe ins Leben bringen“ lautete das Motto des
Stiftungstages der Region Lüneburg 2009, der erstmals im Freilichtmuseum am
Kiekeberg ausgerichtet wurde. Über 50 Stiftungen aus der Region beteiligten sich
an diesem dritten Stiftungstag und stellten ihre Arbeit interessierten Besuchern
vor. Mit dabei waren auch die drei Stiftungen rund um den Kiekeberg: Die
Stiftung Freilichtmuseum am Kiekeberg, die Stiftung Genossenschaftliches Archiv
und die GiRoWi- Stiftung stellten sich Stiftern oder Zustiftern vor.
Neuerungen im Freilichtmuseum
am Kiekeberg
Der Wassererlebnispfad im Freilichtmuseum am Kiekeberg gehört 2010
bundesweit zu einem der „365 Orte im Land der Ideen“. Der Wassererlebnispfad
zeigt Besuchern jeden Alters, wie wichtig Wasser bis heute ist und was gutes
Trinkwasser ausmacht. In Deutschland ist gutes Trinkwasser selbstverständlich
und wird daher ohne Bedenken verbraucht. Der Wassererlebnispfad sensibilisiert
Besucher für das Wasser als grundlegendes ‚Lebensmittel’.
Die Initiative „Land der Ideen“ zeichnete daher in der Kategorie
„Umwelt und Energie“ den Wassererlebnispfad aus. Schirmherrschaft ist
Bundespräsident Horst Köhler. Am Donnerstag, dem 29. Juli 2010 wird die Auszeichnung offiziell verliehen. Aus diesem
Anlass lädt das Museum zu einer großen Wasser-Feier ein.
Der Wassererlebnispfad wird vom Wasserbeschaffungsverband Harburg
(WBV) und dem Freilichtmuseum am Kiekeberg gemeinsam betreut und zeigt
anschaulich die herausragende Bedeutung des Wassers für die Menschen der Region.
Besucher können selbst Hand anlegen und ausprobieren, wie etwa Brunnen
funktionieren oder sich das Wassertragen anfühlt.
Wohnheim
Wennerstorf
Die neuste Einrichtung der Stiftung Freilichtmuseum am Kiekeberg,
das Wohnheim Wennerstorf, ist zu 100 Prozent ausgelastet. Die 13 Bewohner und
ihre Betreuer lebten sich gut ein. Im Juli feierten sie die Eröffnung des
Wohnheims, zusammen mit Mechthild Ross-Luttmann, der niedersächsischen
Ministerin für Soziales, Frauen, Familie und Gesundheit, und vielen weiteren
Gästen.
Die Bewohner unternehmen in ihrer Freizeit viel gemeinsam,
darunter Ausflüge zu einem HSV-Spiel, Zelten in einem Pfadfinderlager und eine
Urlaubsreise nach Dänemark. Ein eigener Bus sichert ihre Mobilität: Sponsoren
aus der heimischen Wirtschaft übergaben ihn an den Wohnheimsleiter. Noch im
Spätsommer 2009 wurde der zweite Bauabschnitt auf dem Johms Hoff, dem Ort des
Wohnheims, begonnen. Die bestehenden denkmalgeschützten Gebäude werden vom
Förderverein des Freilichtmuseums umgebaut. Der historische Schafstall wird zu
einem Gemeinschaftsraum mit 90 Quadratmetern Nutzfläche und erhält eine
barrierefreie Toilette.
|