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 Ein Freilichtmuseum wächst über sich hinaus

Freilichtmuseum am Kiekeberg
Am Kiekeberg 1
21224 Rosengarten-Ehestorf

Telefon:  040 790176-0
E-Mail:  info@kiekeberg-museum.de
Web:  http://www.kiekeberg-museum.de

Rückblick auf das Jahr 2009

Besuchsentwicklung in den Museen insgesamt:

2009: 224.000 (ohne Heidemuseum Wilsede)
2008: 244.900
2007: 259.280
2006: 235.000
2005: 233.000

Freilichtmuseum am Kiekeberg, Kunststätte Bossard, Museumsbauernhof Wennerstorf, Mühlenmuseum Moisburg, das Feuerwehrmuseum Marxen und die Ziegelei Rusch zählten im vergangenen Jahr insgesamt 224.000 Besuche. Die Besuchszahlen konnten damit 2009 im Vergleich zum Vorjahr konstant gehalten werden, wenn man berücksichtig, dass die Besuche des Heidmuseums Wilsede 2009 erstmalig nicht eingerechnet wurden.

Neu im Verbund der Museen ist die Ziegelei Rusch bei Drochtersen, die ihren Produktionsbetrieb an vier Tagen für Besucher öffnete. 2.000 Besuche schon im ersten Jahr zeigt das große Interesse der Besucher am traditionellen Handwerk.

Wieder unternahmen viele Schulgruppen und Kindergärten Ausflüge in die Museen, zumeist buchten sie einen Kurs. Für die Museen ist das ein wichtiges Zeichen: Sie sind als Bildungseinrichtungen etabliert.

Mit 190.000 Besuchen blieb das Freilichtmuseum am Kiekeberg auf dem Niveau des Vorjahres. Mit 10.800 Besuchen fällt der Museumsbauernhof Wennerstorf hinter das Spitzenergebnis vom Vorjahr zurück (2008: 13.400). Eine positive Tendenz ist beim Mühlenmuseum Moisburg mit 4.000 Besuchen zu verzeichnen. Die Steigerung der Besuche um 17% ist vor allem auf die Ausweitung des Programms und die neue Dauerausstellung zurückzuführen. Auch das Feuerwehrmuseum Marxen konnte mit 2.740 Besuchen seine Besuchszahlen leicht steigern (2008: 2.680). Veranstaltungen wie das Zweirad-Oldtimertreffen oder das Kinderferienprogramm etablierten sich und lockten zahlreiche Besucher an. Die Kunststätte Bossard ist seit 1997 der Öffentlichkeit als Museum zugänglich, seit der Stiftungsgründung 1995 unterstützte das Freilichtmuseum am Kiekeberg die Kunststätte im Bereich Museumsmanagement. Zum Jahreswechsel endet der Vertrag, die Kunststätte Bossard erfüllt die Management-Aufgaben künftig selbst.

 

Stiftungstag am Kiekeberg

„MitStiften – Farbe ins Leben bringen“ lautete das Motto des Stiftungstages der Region Lüneburg 2009, der erstmals im Freilichtmuseum am Kiekeberg ausgerichtet wurde. Über 50 Stiftungen aus der Region beteiligten sich an diesem dritten Stiftungstag und stellten ihre Arbeit interessierten Besuchern vor. Mit dabei waren auch die drei Stiftungen rund um den Kiekeberg: Die Stiftung Freilichtmuseum am Kiekeberg, die Stiftung Genossenschaftliches Archiv und die GiRoWi- Stiftung stellten sich Stiftern oder Zustiftern vor.

 

Neuerungen im Freilichtmuseum am Kiekeberg

Der Wassererlebnispfad im Freilichtmuseum am Kiekeberg gehört 2010 bundesweit zu einem der „365 Orte im Land der Ideen“. Der Wassererlebnispfad zeigt Besuchern jeden Alters, wie wichtig Wasser bis heute ist und was gutes Trinkwasser ausmacht. In Deutschland ist gutes Trinkwasser selbstverständlich und wird daher ohne Bedenken verbraucht. Der Wassererlebnispfad sensibilisiert Besucher für das Wasser als grundlegendes ‚Lebensmittel’.

Die Initiative „Land der Ideen“ zeichnete daher in der Kategorie „Umwelt und Energie“ den Wassererlebnispfad aus. Schirmherrschaft ist Bundespräsident Horst Köhler. Am Donnerstag, dem 29. Juli 2010 wird die Auszeichnung offiziell verliehen. Aus diesem Anlass lädt das Museum zu einer großen Wasser-Feier ein.

Der Wassererlebnispfad wird vom Wasserbeschaffungsverband Harburg (WBV) und dem Freilichtmuseum am Kiekeberg gemeinsam betreut und zeigt anschaulich die herausragende Bedeutung des Wassers für die Menschen der Region. Besucher können selbst Hand anlegen und ausprobieren, wie etwa Brunnen funktionieren oder sich das Wassertragen anfühlt.

 

Wohnheim Wennerstorf

Die neuste Einrichtung der Stiftung Freilichtmuseum am Kiekeberg, das Wohnheim Wennerstorf, ist zu 100 Prozent ausgelastet. Die 13 Bewohner und ihre Betreuer lebten sich gut ein. Im Juli feierten sie die Eröffnung des Wohnheims, zusammen mit Mechthild Ross-Luttmann, der niedersächsischen Ministerin für Soziales, Frauen, Familie und Gesundheit, und vielen weiteren Gästen.

Die Bewohner unternehmen in ihrer Freizeit viel gemeinsam, darunter Ausflüge zu einem HSV-Spiel, Zelten in einem Pfadfinderlager und eine Urlaubsreise nach Dänemark. Ein eigener Bus sichert ihre Mobilität: Sponsoren aus der heimischen Wirtschaft übergaben ihn an den Wohnheimsleiter. Noch im Spätsommer 2009 wurde der zweite Bauabschnitt auf dem Johms Hoff, dem Ort des Wohnheims, begonnen. Die bestehenden denkmalgeschützten Gebäude werden vom Förderverein des Freilichtmuseums umgebaut. Der historische Schafstall wird zu einem Gemeinschaftsraum mit 90 Quadratmetern Nutzfläche und erhält eine barrierefreie Toilette.



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